Wer kann es noch hören, dieses angsteinflösende Wort „Digitalisierung“? Ein Wort, das tausendfach geschrieben, gesprochen und gehört wurde. Der Begriff beinhaltet viele verschiedende Aspekte, die nur die wenigsten vollumfänglich begreifen. Für die meisten Menschen ist ein tiefergreifendes Verständnis auch nicht notwendig. Deshalb werde ich mich an dieser Stelle mit einer eigenen, sehr einfachen und stark abstrahierten Definition begnügen.

Digitalisierung ist die Wandlung von analogen hin zu digitalen Prozessschritten.

Eigene Definition

Unter analogen Prozessschritten verstehe ich in diesem Zusammenhang z.B. das händige Ausfüllen eines Papier-Formulars durch einen Mitarbeiter oder das Tragen eines Tabletts voller Getränke. Im Gegensatz dazu verstehe ich unter digitalen Prozessschritten z.B. das Aufnehmen von Bestellungen über eine Smartphone App. Wer eine detaillierte Definition nachlesen möchte, dem empfehle ich gerne diesen Artikel aus der Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik.

Es gibt auf der einen Seite Verfechter der Digitalisierung, welche diese nur gelungen sehen, wenn möglichst alles technisch machbare umgesetzt wird. Auf der anderen Seite gibt es „Verteufler“ der Digitalisierung, die in allem Digitalen den Feind sehen und am liebsten, bewusst überspitzt formuliert, mit Rauchzeichen über längere Strecken hinweg kommunizieren möchten. Wie so oft im Leben ist auch bei der Digitalisierung meiner Meinung nach ein Mittelweg der zielführendste. Bei der Digitalisierung sollte es nämlich weder darum gehen möglichst wenige Menschen zu beschäftigen, noch sollte man sich komplett vor ihr verstecken. Man sollte sich bei diesem Thema vielmehr auf das Wesentliche konzentrieren: Den Menschen.

Bei digitalen Innovationen und Prozessoptimierungen sollte immer der Mensch im Mittelpunkt stehen.

Eigenes Zitat

Wenn du dich jetzt fragst, warum ich so etwas Selbstverständliches denn überhaupt extra erwähne, dann möchte ich danke sagen. Danke, dass du es verstanden und es bereits verinnerlicht hast. Wenn du dagegen zu denjenigen gehörst, die nicht verstehen können, wie man in der Hinsicht so naiv sein kann wie ich – denn schließlich geht es in Wirklichkeit nur um das eine: Geld – dann möchte ich dir Folgendes mitteilen: Ich bin nicht naiv, ich bin Realist. Wenn du dir jetzt denkst „Oh man, jetzt ist er völlig durchgedreht“, dann hilft dir vielleicht die folgende Erklärung:

Wir sind alle Menschen. Du und ich. Wir gehen jeden Tag in die Arbeit und verdienen Geld um damit unser menschliches Leben besser zu machen. Das heißt um die Grundbedürfnisse und eventuell auch Luxusbedürfnisse befriedigen zu können. Sprich, wir wollen für uns Menschen ein besseres Leben schaffen. Nichts anderes kann und sollte das Ziel von digitalen Innovationen sein.

Nur solche Innovationen sind als menschlich und digital sinnvoll zu betrachten, die für so viele Personengruppen wie möglich einen Nutzen und für so wenige Personengruppen wie nötig einen Nachteil mitbringen.

Eigene definition

Bei einer gänzlich gelungenen Innovation profitieren selbstverständlich alle Personengruppen. Realistischerweise muss ich zugeben, dass dies in den seltensten Fällen machbar ist.

Wie denkst du zu dem Thema? Deine Meinung würde mich sehr interessieren!

 

Julian Kehrer

Mich begeistern digitale Innovationen, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Durch mein Wirtschaftsinformatik Studium, das sich jetzt bald dem Ende zu neigt, konnte ich bereits Know-How im Bereich Digitale Innovationen sammeln. Diese Erfahrung wird durch mehrere entsprechende Praxiseinsätze bei meinem dualen Studium-Unternehmenspartner, mehreren Kursen sowie meinem Engagement in der studentischen Gründerinitiative NEWEXIST e.V. ergänzt. Bereits in der Schulzeit interessierte ich mich für politische Themen und war vor allem davon fasziniert, welch großen Einfluss politische Entscheidungen auf unser alltägliches Leben haben. Da ich wenig von einer Einordnung in das links-rechts Schema halte, würde ich meine grundsätzliche Einstellung als menschlich bezeichnen. Daher kommt mein Fokus auf den „Mensch im Mittelpunkt“.